Auf dieser Seite werden Bier(gesellschafts)spiele vorgstellt.
Falls Ihr ein Spiel habt und es vorstellen möchtet, dann mailt mir die Spielbeschreibung zu!
Oder wollt Ihr sogar eine Spiel von diesen kaufen, dann klickt hier zum Spielehof!

Hopfen & Malz
Ziel des Spiels von Dirk Henn ist, die besten Rohstoffe einzukaufen, um dann für den Lieferauftrag ein gutes Bier brauen zu können. 
Am Anfang des Spiels bekommt jeder Spieler, der einen Braumeister repräsentiert, ein Startkapital.Die 60 Rohstoffkarten (Malz-, Hopfen- und Wasserkarten) mit unterschiedlichen Rohstoffqualitäten, die für die spätere 
Bierqualität  wichtig sind, werden sortenweise getrennt, gemischt und verdeckt auf den Tisch gelegt. Die obersten Karten aller drei Stapeln werden umgedreht. Diese zeigen, welche Rohstoffe zu welcher Qualität zum Kauf angeboten werden.
Jeder Spieler muß der Reihe nach Rohstoffe kaufen. Sobald die oberste Karte von einem Stapel verkauft wurde, wird sofort eine neue Karte umgedreht, so daß auf jedem Stapel immer eine offene Karte liegt. Die Kaufphase läuft solange, wie keine Rohstoffkarten mehr zu kaufen sind oder kein Braumeister mehr kaufen kann.
Nun wird das Bier gebraut und verkauft. Auf 20 Auftragskarten steht, welche Punktzahl man für ein Bier, das man jetzt braut (sprich aus drei Rohstoffkarten, je eine Malz-, Hopfen- und Wasserkarten) bekommt. Die Qualität der Rohstoffe werden zusammen gezählt, um die Bierqualität zu ermitteln. Das Bier mit der besten Qualität bekommt den Auftrag zu gesprochen,  falls der Braumeister ein Angebot gab. Bei manchen Aufträgen lohnt es nicht, ein gutes Bier anzubieten, da die Punktezahl des Auftrages  zu niedrig ist. Allerdings sollte jeder Spieler davon ausgehen, daß einige seiner Rohstoffe übrigbleiben werden.
Der Gewinner in diesem Spiel ist, der Spieler, der die meisten Punkte bekommen hat.
Das Spiel ist recht einfach und dauert ca. 30 Minuten, doch muß der Braumeister immer überlegen, welche Rohstoffe er sich leisten kann und bei welchem Angebot er mit welcher Bierqualität mitbietet. Dieses Spiel ist ab 8 Jahren und für 3- 6 Spieler. Es ist bei db-Spiele (Aachen) erschienen.

Ralf Höser


Die fränkische Bierwanderung
Das spielerische Ziel von Mathias Huber ist, eine Reise durch Franken zu planen, wobei verschiedene Brauereien besucht werden müssen. Das Ziel des Verlags ist es, ein Spiel herauszugeben, in dem 228 Brauereien beworben werden.
Die 2-6 Spieler, die älter als 16 Jahre seien sollen - was ich nicht ganz nachvollziehen kann, denn auch 12-jährige können dieses Spiel ohne große Anstrengung spielen - sortieren sechs Brauereikarten, die sie am Spielanfang bekommen haben. Dabei achten sie darauf, eine optimale Reute zu planen.
Diese wird allerdings durch die 72 Ereigniskarten und durch das Rauswerfen der Mitspieler zwangsläufig verändert. Von den Brauereikarten gibt es 228 Stück. Diese Karten geben an, wann die einzelnen Braustätten Ruhetag haben und wann sie gegründet wurden. Die Angabe des Ortes ist mit einer Nummer und zusätzlich mit Koordinaten versehen, so findet man die Brauereien auf dem Spielfeld recht schnell. Zur besseren Orientierung bekommt jeder Wanderer ein Fahrplan. Auf diesem ist das Bahnnetz des Frankenlandes und ein sog. Fahrplan abgebildet. Letzterer gibt an, was bei welchem Würfelwurf geschehen kann/muß.
Der Spieler mit der ältesten Brauerei in seiner Wanderung beginnt das Spiel. Immer wenn dieser Spieler wieder an die Reihe kommt, wechselt der Wochentag. Dies ist wichtig, da die Brauereien Ruhetage haben, an denen sie nicht besucht werden können. Sobald die Hälfte der Mitspieler, nachdem sie alle ihre Brauereien besucht haben, wieder im Hauptbahnhof von Fürth angekommen sind, ist das Spiel zuende. Sieger ist derjenige, der die meisten Bierfreimarken besitzt. 
Die Bierfreimarken, in Form von farbigen Chips, bekommt man durch das Verfallenlassen überschüssiger Würfelaugen, die man nicht zum Bewegen der Figur benutzt, durch Ereigniskarten und beim Erreichen des Hbf Fürth. Dabei richtet sich die Anzahl der Chips nach der Reihenfolge der Ankunft der Rückkehrer
Die durstigen Wandersleute können ihre Wege teilweise mit dem Zug oder per Anhalter auf dem Traktor zurücklegen. Vor jedem Spielzug entscheidet der Spieler, ob er für eine Bierfreimarke den Traktor benutzt, um somit gleich fünf Orte weit zu kommen oder ob er würfelt, Anhand des Fahrplanes erkennt man, wie weit man mit der Bahn oder zu Fuß ziehen darf. Wird die Eins oder Sechs gewürfelt, bedeutet dies, dass eine Ereigniskarte gezogen werden muss. Diese geben positive (Du bekommst Bierfreikarten, weil du so freundlich warst) oder negative (Du hast deinen Deckel nicht bezahlt und setzt eine Runde aus) Ereignisse bekannt.
Die Spielidee ist leider nicht neu, wir kennen sie von Deutschlandreise und Ab die Post von Ravensburger; und man muß schon sehr genau auf den Spielplan schauen, um den Verlauf aller Strassen zu erkennen.
Der Versuch, die kleinen fränkischen Brauereien den Spielern näher zu bringen, ist nicht gelungen. Dafür wären mehr Informationen von den Brauereien nötig, z.B. wäre interessant, welche Biere dort gebraut werden. Die Tabelle, in der alle 228 im Spiel befindlichen Brauereien mit Anschrift notiert sind, ist hilfreich, falls man mal nach Franken kommt und die Brauerein besuchen möchte.
Dieses Spiel kommt in meine Bierspielsammlung, aber nicht wieder auf den Spieltisch!
2 - 6 Spieler ab 12 Jahre 60 - 90 Min. Mathias Huber Braukultureller Wanderverein Franken e.V

Ralf Höser
(Diese Spielbeschreibung ist als erstes in der Spielerei Nr.45 erschienen )


Es möge nutzen!

www.bier-seite.de